C-Junioren : Spielbericht
10. Spieltag - 16.03.2025 11:00 Uhr
SG Eckardtshausen | Kali Werra Tiefenort II | |||
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6 | : | 1 | ![]() |
(2 | : | 1) |
Aufstellung
TOR | Jan Heinemann |
ABW | Elias Kallenbach |
Hektor Martin | |
Lennox Rimbach | |
Terence Benjo | |
MIT | Ben Köhler |
Damian Fürst | |
Elias Neuland | |
Jona Rimbach | |
Vladimir Ciobanu | |
STU | Marlon Reißig |
Mika Sander | |
Moritz Singh Nahal |
Spielstatistik
Tore
2x Vladimir Ciobanu, Elias Kallenbach, Hektor Martin, Elias Neuland, Moritz Singh NahalAssists
Marlon Reißig, Moritz Singh NahalZuschauer
30Torfolge
0:1 (5') | Kali Werra Tiefenort II |
1:1 (26') | Vladimir Ciobanu |
2:1 (34') | Elias Kallenbach |
3:1 (40') | Elias Neuland |
4:1 (52') | Moritz Singh Nahal per Elfmeter (Moritz Singh Nahal) |
5:1 (64') | Vladimir Ciobanu |
6:1 (67') | Hektor Martin (Marlon Reißig) |
Nach Startschwierigkeiten zum Auftakt: C-Jugend besiegt Schlusslicht Tiefenort
Ein langer, hallenfußballreicher Winter lag hinter Martin Reißigs und Daniel Höhnes C-Junioren. Immerhin sechs Turniere nahmen die Geißrainer zwischen November und Februar mit und ließen unter anderem zur Hallenkreismeisterschaftsendrunde in Treffurt mit einem beachtlichen vierten Platz aufhorchen, nur einen Zähler hinter dem Sieger TSV Sundhausen. Der Rückrundenauftakt in die Kreisliga verschob sich allerdings bis tief in den März hinein. Gleich zwei Partien – gegen Tiefenort II und Sünna – mussten verschoben werden. Zudem machte sich zum nun doch gegen Kali Werra Tiefenort II stattfindenden Pflichtspielauftakt eine Krankheitswelle breit und ein Vorbereitungsspiel fand dieses Kalenderjahr auch nicht statt, um nach der langen Pause auf dem Rasen wieder ankommen zu können.
Schon beim Hinspiel in Kieselbach mühten sich die ersatzgeschwächten Geißrainer zu einem 4:1-Auswärtssieg gegen einen mutigen FSV. Knapp vier Monate später scheinen der gespiegelte Spielplan sowie die besagten Voraussetzungen einen ähnlichen Spielverlauf zu provozieren. Das abgeschlagene Tabellenschlusslicht hat mittlerweile elf Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz, inklusive eines Torverhältnisses von 3:56 Treffern. Als Offensivkünstler zeichneten sich die Tiefenorter also nicht aus – und dennoch reichte ein einfacher langer Ball, um das Zweite ihrer vier selbsterzielten Toren den Eckardtshäusern einzuschenken. Die Abwehrreihe stand zu hoch, was Lukas Siebert mit dem frühen Gegentreffer zu nutzen wusste (0:1/5.). Es schien beinahe, als seien einige Geißrainer mit dem Kopf noch in der Sporthalle. Nach dem erwartet schwerfälligen Beginn steigerte sich die Heimelf aber zunehmend. Defensiv ließen sie weniger zu und fokussierten sich nun auf Ballsicherheit im Spielaufbau. Letztlich sorgte eine Einzelaktion zum erlösenden Ausgleich: Vladimir Ciobanu ließ zwei Mann aussteigen, legte sich den Ball auf rechts und schloss aus circa 18 Meter zum 1:1 ab (26.). Das „Gelbe vom Ei“ war die Leistung aber auch bis zur Halbzeit nicht. Viele gut gedachten Ballaktionen gingen schief. Gerade im Sturmzentrum rutschten etliche Bälle durch. Dort galt es nach dem Vereinswechsel von Ridha al-Khattat, welcher nur sechs Monaten das blau-gelben Dress trug und zur Verbandsligamannschaft nach Barchfeld wechselte, eine Lücke zu stopfen. Umso brachialer fiel das mehr oder weniger überraschend zustandegekommene Führungstor: Elias Kallenbach zirkelte einen direkte Eckball perfekte auf das Gehäuse und sah ihn im Netz einschlagen (2:1/34.). Für das wacker kämpfende Schlusslicht ein Rückschlag, von dem es sich nicht mehr erholte.
Im Anschluss einer motivierenden Kabinenansprach legte die Reißig-Höhne-Elf deutlich zu. Meistens hielten zwar Einzelaktionen her, um ambitionierte Angriffe zu Ende zu kreieren, doch nur so lief auch der Motor im direkten Zusammenspiel warm. Mit einem klassischen „Neuland-Tor“ baute Eckardtshausens Kapitän den Vorsprung aus. Ein Dribbling im Zentrum folgte der harte und präzise Abschluss, unhaltbar für James Krall im Tor (3:1/40.). Die „Geschichte des Tages“ lieferte zwölf Minuten später Moritz Nahal, als er bei seinem Spieldebüt einen Foulelfmeter herausholte und diesen selbst verwandelte – mittig und alles andere als hart, aber gut genug, um Krall zu überwinden (4:1/52.). Kurz zuvor ging es für Schiedsrichter Philipp Bonheio unrühmlich einher, der von Louis Volkert verbal attackiert wurde. Folgerichtig schickte er ihn mit der Roten Karte vom Platz (52.). Weiter ging die wilde Fahrt in Richtung Tiefenorter Strafraum mit vielen guten Aktionen, die zu Spielbeginn noch nicht denkbar gewesen wären. Ciobanu zog von der linke Seite ins Zentrum und schlenzte die Kugel ansehnlich in die lange Ecke (5:1/64.). Kurz darauf fasste sich Hektor Martin ein Herz und dribbelte sich aus der eigenen Hälfte durch das Mittelfeld. Herrliches Kurzpassspiel über mehrere Stationen, ein Doppelpass mit Marlon Reißig und der perfekte Abschluss legten dem Treffer zum halben Dutzend seinen Grundstein (6:1/67.). Der Vorlagengeber selbst verpasste seinen eigenen Torerfolg nur um Haaresbreite: Kurz vor dem Ende klärte Tiefenort einen Ball nur halbherzig, was Reißig erkannte und die Kugel aus 25 Metern direkt aufs Tor jagte. Die wahrliche Rakete schlug an den Pfosten und sorgte beinahe für den Hammer zum Spielende (69.). Nach dem Schlusspfiff waren sich alle einig, dass die Leistungssteigerung ein großer Sprung war, der für das schwere Auswärtsspiel am kommenden Samstag, 22. März 2025, in Bad Liebenstein gegen Schweina-Gumpelstadt entscheidend sein kann. Tabellenführer SG Mosbacher SV patzte vergangene Woche beim 1:1-Remis gegen die SG SV Rot-Weiß Buttlar II und öffnete damit ein kleines Türchen im Kampf um die Tabellenspitze.
(Arthur Seiler)
Karten:
SG Eck - keine
Tiefenort II - 1mal Gelb, 1mal Rot
Schiedsrichter:
Philipp Bonheio